Pressemitteilung der Vereinten Evangelischen Mission zu geplanten Kürzungen bei weltwärts
Vor dem Hintergrund geplanter Kürzungen im weltwärts-Programm hat die Vereinte Evangelische Mission folgende Pressemitteilung veröffentlicht:
Briefe an Bundestagsabgeordnete: Freiwillige wehren sich gegen Kürzungen bei weltwärts
Vor der Haushaltsentscheidung fordern junge Engagierte, den entwicklungspolitischen Freiwilligendienst vor weiteren Kürzungen zu bewahren
Wuppertal, 16. Oktober 2026. Deutsche und internationale Freiwillige der Vereinten Evangelischen Mission (VEM), der Norddeutschen Mission (NM) und der Weltmission der Evangelisch-methodistischen Kirche (EMK) haben Briefe an ihre jeweiligen Bundestagsabgeordneten geschrieben. Sie reagieren auf geplante Kürzungen im weltwärts-Programm, dem entwicklungspolitischen Freiwilligendienst der Bundesregierung. Die internationalen Freiwilligen stammen aus Argentinien, Botswana, Hongkong, Indonesien, Ruanda und Tansania.
Der Zeitpunkt ist bewusst gewählt: Die Haushaltsberatungen für 2027 laufen und der Haushaltsausschuss klärt strittige Fragen in seiner Bereinigungssitzung am 12. November. Am Freitag, 27. November 2026, stimmt der Bundestag namentlich über den Haushalt ab. Die Freiwilligen bitten die angeschriebenen Abgeordneten, weltwärts bei dieser Entscheidung vor weiteren Einsparungen zu bewahren.
Bereits im Haushalt 2026 kürzte der Bund das Programm um vier Millionen Euro. Der größte Teil der Einsparungen geht zulasten der Trägerorganisationen, die Freiwillige ins Ausland entsenden. Insbesondere große Trägerorganisationen wie die VEM spüren diese Kürzungen.
Freiwilligenprogramm mit langer Geschichte
Die VEM entsendet seit den 1980er-Jahren Freiwillige und nimmt seit den frühen 2000er-Jahren Freiwillige aus Afrika und Asien auf. Dank weltwärts konnte sie die Zahl ihrer Freiwilligen deutlich erhöhen und den internationalen Austausch zwischen jungen Menschen aus Afrika, Asien und Deutschland intensivieren.
„Für uns als VEM war weltwärts ein entscheidender Schritt, um die Qualität und Reichweite unserer Freiwilligendienste auszubauen. Ich halte es für ein falsches Signal, gerade jetzt an einem Programm zu sparen, das internationale Verständigung und zivilgesellschaftliches Engagement stärkt“, sagt Lisa Bergmann, Teamleiterin der Freiwilligenprogramme bei der VEM. „Ich erlebe seit fast zehn Jahren, welchen Unterschied internationale Freiwilligendienste für junge Menschen und unsere Mitgliedsorganisationen machen. Die geplanten Kürzungen bei weltwärts würden eine Arbeit treffen, die über Jahrzehnte gewachsen ist und nachhaltige Wirkung entfaltet.“
Über weltwärts
Das Programm weltwärts ist der entwicklungspolitische Freiwilligendienst der Bundesregierung im Geschäftsbereich des Bundesministeriums für wirtschaftliche Zusammenarbeit und Entwicklung. Seit 2008 stärkt es zivilgesellschaftliche Partnerschaften zwischen Deutschland und Ländern des Globalen Südens und verbindet internationale Zusammenarbeit mit entwicklungspolitischer Bildung. Es ist ein Lerndienst in zivilgesellschaftlicher Trägerschaft.
Quelle: VEM - Vereinte Evangelische Mission