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Incoming

Die Möglichkeiten, in Deutschland als Mensch mit ausländischem Pass einen Freiwilligendienst zu leisten, sind vielfältig. Freiwillige aus dem Ausland können an den deutschen Programmen im Inland (z.B. am Freiwilligen Sozialen Jahr (FSJ) oder am Bundesfreiwilligendienst (BFD)) teilnehmen oder sich über spezifischere, international ausgerichtete Programme (z.B. den Europäischen Freiwilligendienst oder weltwärts Süd-Nord) in Deutschland engagieren.
Voraussetzung ist immer ein gültiger Aufenthaltstitel und i.d.R. ein Mindestalter von 18 Jahren.

 

Freiwilliges Soziales Jahr/Freiwilliges Ökologisches Jahr

Das Freiwillige Soziale bzw. Ökologische Jahr (FSJ/FÖJ) richtet sich an junge Menschen zwischen 16 und 26 Jahren und steht allen Menschen unabhängig von ihrer Herkunft offen. Einsatzbereiche liegen im gemeinnützigen Sektor (z.B. in der Wohlfahrtspflege, in Einrichtungen der Kinder- und Jugendhilfe oder der Gesundheitspflege) bzw. im Natur- und Umweltschutz. 
Voraussetzung zur Teilnahme ist die Erfüllung der Vollzeitschulpflicht. Die Dauer des FSJ/FÖJ beträgt 6-24 Monate (i.d.R. 12 Monate). 
Der Dienst umfasst 25 Seminartage bei einem 12-monatigen Einsatz. 
Zuständig ist das Bundesministerium für Familie, Senioren, Frauen und Jugend (BMFSFJ).

Träger im FSJ/FÖJ können gemeinnützige Organisationen werden, die die Voraussetzungen nach §10 JFDG erfüllen (http://www.gesetze-im-internet.de/jfdg/index.html). Träger, die nicht „geborene Träger“ sind, müssen von der zuständigen Landesbehörde anerkannt werden.
Träger im FSJ müssen sich einem bundesweit tätigen Bundestutorat mit der Aufgabe der zentralen Qualitätssicherung und -entwicklung anschließen. Im evangelischen Bereich gibt es ein Bundestutorat bei den Ev. Freiwilligendiensten gGmbH.
Für die finanzielle Abwicklung des FSJ schließen sich Träger einer Zentralstelle an; im evangelischen Bereich ist das die Arbeitsgemeinschaft der evangelischen Jugend in Deutschland e.V. (aej): http://www.evangelische-jugend.de/freiwilligendienste 
Die Anerkennung der Einsatzstellen liegt in der Verantwortung der Träger.

News
06.09.2017

Der Kurzfilm "Perspektiven Internationaler Freiwilligen" in Deutschland stellt die Erfahrungen und zentralen Aspekte eines sogenannten Incoming-Freiwilligendiensts zusammen.

10.01.2017

In der Publikation werden unterschiedliche Aspekte der NRO-Strukturen, Schulpartnerschaften, Freiwilligendienste und Solidaritätsarbeit beleuchtet.

10.01.2017

Im Bundeshaushalt 2017 ist eine Stärkung der Jugendfreiwilligendienste vorgesehen.

20.12.2016

 

Kerzenlicht scheint weich
als wolle es ganz leicht
ein Lächeln dir
ins Gesicht zaubern.

Bundesfreiwilligendienst

Der Bundesfreiwilligendienst (BFD) richtet sich an alle Altersstufen und steht auch Interessierten aus dem Ausland offen. Der BFD kann im sozialen, ökologischen und kulturellen Bereich oder im Bereich des Sports, der Integration sowie im Zivil- und Katastrophenschutz geleistet werden.  Voraussetzungen zur Teilnahme ist die Erfüllung der Vollzeitschulpflicht. Die Dauer des BFD beträgt zwischen 6 und 24 Monaten. 
Für Freiwillige, die älter als 27 Jahre sind, ist ein Dienst in Teilzeit möglich.

Ein 12-monatiger Dienst umfasst für Freiwillige unter 27 Jahren 25 verpflichtende Seminartage. Davon werden 5 Tage in einem Bildungszentrum des Bundes durchgeführt.

Zuständig ist das Bundesministerium für Familie, Senioren, Frauen und Jugend. Es gibt eine separate Homepage für den Dienst: www.bundesfreiwilligendienst.de 

Der BFD kann ohne einen Träger – also nur zwischen Freiwilligem/Freiwilliger, Einsatzstelle und BAFzA – durchgeführt werden; Einsatzstellen können aber Aufgaben an einen Träger übertragen. Alle Einsatzstellen müssen sich einer Zentralstelle für die finanzielle Abwicklung anschließen. Im evangelischen Bereich übernimmt diese Funktion die Arbeitsgemeinschaft der evangelischen Jugend in Deutschland e.V. (aej): http://www.evangelische-jugend.de/freiwilligendienste 

Die Einsatzplätze müssen vom Bundesamt für Familie und zivilgesellschaftliche Aufgaben (BAFzA) anerkannt werden. Die Vereinbarung mit dem/der Freiwilligen muss auch vom BAFzA unterschrieben werden.

News
06.04.2020

In den ‚Hinweisen zum Bundesfreiwilligendienst von A – Z‘ wurde das Stichwort ‚Ausländische Freiwillige‘ aktualisiert.

26.09.2019

Das Bundesamt hat das "Merkblatt über die Durchführung des Bundesfreiwilligendienstes" sowie die "Hinweise zum Bundesfreiwilligendienst von A - Z" überarbeitet. Diese stehen in aktualisierter Form als Download auf der Internetseite www.bundesfreiwilligendienst.de zur Verfügung.

07.02.2018

Die BFD Incoming Zentralstelle im AKLHÜ e.V. hat die Publikation "Visavergabe - Incoming-Freiwillige in Freiwilligendiensten in Deutschland" veröffentlicht.

07.12.2017

Das Bundesamt für Familie und zivilgesellschaftliche Aufgaben (BAFzA) wird im Januar 2018 von derzeit zwei Immobilien in Köln-Zollstock zukünftig in drei Immobilien in Köln-Deutz umziehen.
Die Umzüge werden vom 02. Januar bis einschließlich 08. Januar 2018 durchgeführt werden.

Im Rahmen der „Süd-Nord-Komponente“ im weltwärts-Programm können junge Menschen zwischen 18 und 28 Jahren (in begründeten Einzelfällen auch über 28 Jahre hinaus) einen entwicklungspolitischen Freiwilligendienst in Deutschland leisten. Im Mittelpunkt stehen das Globale Lernen und das entwicklungspolitische, gesellschaftliche Engagement. Die Freiwilligen müssen aus einem der Länder nach der OECD-Länderliste kommen. Der Dienst wird als Bundesfreiwilligendienst (BFD) geleistet.

Formale Voraussetzungen zur Teilnahme sind ein Schul-/Bildungs- oder Berufsabschluss oder eine vergleichbare persönliche Eignung. Die Dauer des Dienstes beträgt 6 bis max. 24 Monate.

 Ein 12-monatiger Dienst umfasst für Freiwillige 25 verpflichtende Seminartage in Deutschland sowie Vor- und Nachbereitung im Herkunftsland. Von den 25 Tagen in Deutschland werden 5 Tage in einem Bildungszentrum des Bundes durchgeführt.

Zuständig ist das Bundesministerium für wirtschaftliche Zusammenarbeit und Entwicklung, Der Dienst hat eine eingene Homepage: http://weltwaerts.de/de/sued-nord-plaetze-anbieten.html

Als Aufnahmeorganisation können anerkannte Entsendeorganisationen des weltwärts-Programms und Rückkehrer_innen-Vereinigungen ehemaliger weltwärts-Freiwilliger fungieren. Weiterhin können sich gemeinnützige Organisationen mit entwicklungspolitischer Ausrichtung und Sitz in Deutschland anerkennen lassen. Hinweise zur Anerkennung gibt es auf der weltwärts-Homepage.

Die weltwärts Süd-Nord-Komponente wird über die Zentralstelle Engagement Global abgewickelt; d.h. Träger, die auch im BFD aktiv sind, können ihre Süd-Nord-Freiwilligen nicht über ihre Zentralstelle im Inland abwickeln, sondern über Engagement Global.

Die Qualitätsarbeit wird von den weltwärts-Qualitätsverbünden begleitet. Im evangelischen Bereich gibt es zwei Qualitätsverbünde: den „Ev. Qualitätsverbund weltwärts von Ev. Freiwilligendiensten und Brot für die Welt (EQEB)“ (http://www.ev-freiwilligendienste.de/hauptnavigation/interessierte-organ...) und den Qualitätsverbund weltwärts der AGDF (http://friedensdienst.de/qualitaetsverbund-weltwaerts).

Alle Qualitätsverbünde im Überblick: http://www.weltwaerts.de/de/die-qualitaetsverbuende/articles/die-qualita...

Die Einsatzplätze müssen vom Bundesamt für Familie und zivilgesellschaftliche Aufgaben (BAFzA) anerkannt werden. Die Vereinbarung mit dem/der Freiwilligen muss auch vom BAFzA unterschrieben werden, da dieses Programm den BFD als Rahmen mit nutzt. Partnerstrukturen im Globalen Süden müssen eine Grundvorbereitung der Freiwilligen vor Ausreise gewährleisten können, Öffentlichkeitsarbeit betreiben und in die Freiwilligenauswahl einbezogen werden. Sie müssen aber nicht anerkannt werden.

Formulare für Organisationen: http://www.weltwaerts.de/de/weltwaerts-infomaterial.html?pubtype=3

Viele evangelische Träger haben sich zudem in einem Interessenverbund zusammengeschlossen, dem „evangelischen Forum entwicklungspolitischer Freiwilligendienst (eFeF)“ (http://efef-weltwaerts.de/)

News
06.04.2020

Ab sofort eine Verlängerung des Dienstes auf bis zu max. 24 Monaten möglich, wenn eine Ausreise aufgrund der Corona-Pandemie momentan nicht möglich ist. Angepasst wurden nun, dass – aus Gründen der Praktikabilität – immer um zwei Monate (statt bisher um einen Monat) verlängert werden muss. Das entsprechende Schreiben vom BAFzA ist im Anhang.

17.02.2020

Zum 1. März 2020 tritt das Masernschutzgesetz in Kraft, das im Wesentlichen die Bestimmungen des Infektionsschutzgesetzes verändert. Personen, die in Einrichtungen tätig sind „in denen überwiegend Säuglinge, Kinder oder Jugendliche betreut werden, insbesondere Kinderkrippen, Kindergärten, Kindertagesstätten, Kinderhorte, Schulen oder sonstige Ausbildungseinrichtungen, Heime, Ferienlager und ähnliche Einrichtungen“, müssen ihre Immunität gegen Masern nachweisen (vgl. §33 Impfschutzgesetz).

06.05.2019

Wie erstmalig im Juni 2018 von Engagement Global mitgeteilt, ist seit dem Entsendejahrgang 2018 eine medizinische Vor- und Nachsorgeuntersuchung verpflichtend.

14.03.2019

Im folgenden finden Sie 4 Aktualisierungen der Merkblätter bzw. Vereinbarungen.

 

Europäischer Freiwilligendienst

Der Europäische Freiwilligendienst (EFD) richtet sich an junge Menschen zwischen 17 und 30 Jahren und bietet Einsatzmöglichkeiten im sozialen, ökologischen und kulturellen Bereich. Die Dauer beträgt zwischen 2 und 12 Monaten.

Freiwillige aus den EU-Mitgliedsländern sowie Island, Liechtenstein, der Ehemaligen Jugoslawischen Republik Mazedonien, Norwegen und Türkei können über den EFD einen Freiwilligendienst in Deutschland leisten. Für Benachbarte Partnerländer gibt es besondere Bedingungen.

Der Dienst umfasst mindestens 15 Seminartage. Dabei muss die entsendende Organisation die Vorbereitung der Freiwilligen sicherstellen; Einführung und Begleitung in Deutschland sowie ein Rückkehr-Event im Heimatland führen die Nationalagenturen durch. Viele (evangelische) Träger bieten auf eigene Kosten zusätzliche Begleitseminare an.

Zuständig ist die Europäische Union, in Deutschland findet die Abwicklung über die Nationalagentur „Jugend für Europa“ statt.

Sowohl die Entsendeorganisation als auch die Einsatzstelle und – sofern vorhanden – die Aufnahmeorganisation müssen sich bei ihrer jeweiligen Nationalagentur akkreditieren lassen. Sowohl die entsendende wie auch die aufnehmende Organisation kann die Funktion der koordinierenden Organisation übernehmen und den Förderantrag stellen, sofern sie in einem Programmland ansässig ist. 
Formulare: https://www.jugend-in-aktion.de/dokumentencenter/#2_1

News
28.04.2020

Bitte planen Sie auch weiterhin Ihre europäischen Projekte für die Zukunft und beachten Sie die aktualisierte Antragsfrist für Erasmus+ JUGEND IN AKTION und Europäisches Solidaritätskorps.

28.04.2020

Die weitreichenden Auswirkungen auf Projekte und Teilnehmende, Veranstaltungen und Freiwillige in Erasmus+ JUGEND IN AKTION und dem Europäischen Solidaritätskorps sind seit dem 16. März deutlich spürbar.

28.04.2020

Seit September 2019 haben alle Interessierten des EU-Programms Europäisches Solidaritätskorps die Möglichkeit, sich mithilfe eines Onlinekurses über das Programm zu informieren.
Nun wurden neue Kursinhalte veröffentlicht, die ab sofort abrufbar sind unter

https://www.jugendfuereuropa.de/news//10919-neue-inhalte-im-esk-online-kurs-freigeschaltet/

24.03.2020

Nach den Verschiebungen für die Antragsfrist im Bereich der (vor-) schulischen Bildung, der beruflichen Bildung, der Hochschul- und der Erwachsenenbildung (s. „FörderInfo Aktuell“ vom 17. März 2020) gibt es jetzt noch weitere Verschiebungen von Antragsfristen in den Programmen „Erasmus+“ und Europäisches Solidaritätskorps.